Die vier Prinzipien der mentalen Stärke
Es gibt unzählige Strategien für mentale Stärke: Endresultats-Gedanken, Pre-Shot- Routinen und der Umgang mit Emotionen.
Bei BodyMind.Golf haben wir alle mentalen Strategien in vier Prinzipien unterteilt:
Wusstest du, dass deine mentale Golf-Haltung bereits ein paar Tage vor dem Turnier deine Leistung am Spieltag beeinflussen kann? Wenn du also am Morgen noch schnell ins Büro stresst, um ein paar Pendenzen zu erledigen, dann kann das dein Spiel negativ beeinflussen. Überhaupt spielt deine innere Haltung bei jedem Schlag eine zentrale Rolle für den Erfolg. Was denkst du über dich und deine Fähigkeiten? Wie bist du heute aufgestanden? Bist du eher positiv oder negativ eingestellt, aktiv oder passiv, zuversichtlich oder pessimistisch? Meistens trifft das, was du denkst, auch ein – die sogenannte selbsterfüllende Prophezeiung.
Loslassen
Spätestens, wenn wir beim Ball ankommen und mit der Planung des Schwungs (Strategie, Schlägerwahl usw.) beginnen, müssen wir alle störenden Elemente ausgeblendet haben. Also alles, was uns gedanklich belastet oder uns daran hindert, einen frei fliessenden Schwung auszuführen. Themen wie Pech, schlechte Schläge, Bürostress, schwierige Flight-Partner, Frust, Ärger oder Nervosität dürfen kein Thema mehr sein.
Fokussieren
Worauf fokussierst du dich während des Schwungs? Wir unterscheiden zwischen Gedanken, die hilfreich sind, um mehr über den Schwung zu lernen, und Gedanken, die für ein konstantes Spiel unterstützend wirken. Falls du beim Golfschwung an die Schwungtechnik denkst oder daran, was ein bestimmter Teil deines Körpers macht, dann wirst du Mühe haben, regelmässig gute Scores nach Hause zu bringen. Auch eine Ballorientierung – d.h. Gedanken daran, dass du den Ball treffen musst und wie genau das geschehen sollte – ist nicht förderlich für ein konstantes Spiel. Die optimalen mentalen Gedanken beinhalten Endresultats-Gedanken, z.B. Flugbahn, Landepunkt, Loch, Gefühl oder Geräusch beim Treffmoment, Rhythmus, Tempo, Balance usw. Mit solchen Ziel-Gedanken wird die Schwungbewegung fliessender, kraftvoller und präziser.
Akzeptieren
Wenn du dir die Flugbahn des bevorstehenden Schwungs mental vorstellst, wirst du immer an das bestmögliche Resultat denken. Somit ist eine Enttäuschung vorhersehbar, denn per Definition wird höchst selten «eines der bestmöglichen Resultate» eintreffen. Die Lösung ist, zu akzeptieren, was das Spiel dir gibt. Mit «einem der bestmöglichen Resultate» werden ca. 95 Prozent deiner Schläge deinen Erwartungen nicht entsprechen. Unerfüllte Erwartungen lösen meistens negative Emotionen wie Frust, Ärger und Enttäuschung aus. Die wirkliche mentale Stärke besteht darin, damit umgehen zu können, d.h. dir die besten Schläge für dein Können vorzustellen und alle Schläge, welche nicht so optimal sind, emotional neutral zu akzeptieren.
Empfehlung
Bleib bei diesen vier Prinzipien und versuche sie in dein Spiel zu integrieren. Du wirst stärker, ruhiger, selbstbewusster und mit Vertrauen entspannter schwingen. Die Präzision deiner Schläge erhöht sich, und dein Spiel wird deutlich an Konstanz gewinnen.
Beitragsbild: GettyImages

Rolf Stauffer
ist Inhaber, CEO und Head Coach von BodyMind.Golf und unterrichtet Golfer und Golferinnen aller Spielstärken seit 1995.
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