Bärlauch – der duftende Frühlingsbote

Wenn der Schnee schmilzt, beginnt die Zeit des Bärlauchs. Sein Duft ist unverwechselbar, aber sein Aussehen kann täuschen!

Kennt ihr Waldknoblauch? Bärlauch ist nämlich auch als wilder Knoblauch oder eben Waldknoblauch bekannt.

Kein Wunder, sein Duft und sein Geschmack erinnern stark an den echten Knoblauch, nur dass seine Saison sehr kurz ist. Etwa zwei bis drei Wochen im Jahr – je nach Witterung zwischen März und April – könnt ihr Bärlauch ernten, denn sobald er zu blühen beginnt, verliert er sein Aroma. Darum mein Tipp: Ab an die Einmachgläser und die Bärlauchsaison verlängern!

Bärlauch ist so herrlich vielseitig, denn es können nicht nur die Blätter als Basis für Suppen, Spätzli oder Pesto verwendet werden, auch die Knospen – kurz bevor der Bärlauch zu blühen beginnt – lassen sich zu äusserst schmackhaften Kapern einlegen. Diese kann man dann im nächsten Winter zum Raclette servieren oder gehackt mit Quark, Salz und Pfeffer als Dip zu Grilladen oder zum Fondue Chinoise. Und auch die Blüten kann man verwenden. Ich streue sie über meine Frühlingssalate, die eleganteste Knoblauchvariante überhaupt. Und hier verrate ich euch mein Bärlauchkapern-Rezept für die heimische Alternative zu seinem Pendant vom Mittelmeer:

Bärlauchknospen gründlich waschen, Stiele entfernen und in ein kleines sterilisiertes Schraubglas geben. Kräuteressig, Zucker und Pfefferkörner aufkochen, bei mittlerer Hitze zwei Minuten köcheln lassen, die Essigmischung über die Bärlauchknospen giessen und das Glas sofort zuschrauben. Auskühlen lassen, anschliessend in den Kühlschrank stellen und ein bis zwei Wochen ziehen lassen.

Los geht’s, ran an die Einmachgläser und viel Spass beim Ausprobieren!

Euer René

ACHTUNG: Optisch ähnelt der Bärlauch dem giftigen Maiglöckchen, daher also Vorsicht!

René Schudel

Koch, Gastronom

Der Wirbelwind aus dem Berner Oberland bringt überall Leben, Lebensfreude und Lifestyle ins zeitgemässe Kochen, Essen und Geniessen.

Geboren 1976 in Wilderswil, absolvierte René seine Kochlehre im Victoria-Jungfrau Grand Hotel & Spa in Interlaken. Er kochte an diversen Herden in der Schweiz, heute trifft man ihn im Restaurant Stadthaus in Unterseen oder im «mostly vegetarian» Restaurant Green im Hafen Botafoch auf Ibiza.

In seiner aktuellen Serie Schudel’s Food Stories (auf ProSieben Schweiz und SAT.1) geht es im Grunde genommen nur um das eine: gutes Essen!

reneschudel.ch

Bärlauch – der duftende Frühlingsbote

Wenn der Schnee schmilzt, beginnt die Zeit des Bärlauchs. Sein Duft ist unverwechselbar, aber sein Aussehen kann täuschen!

Kennt ihr Waldknoblauch? Bärlauch ist nämlich auch als wilder Knoblauch oder eben Waldknoblauch bekannt.

Kein Wunder, sein Duft und sein Geschmack erinnern stark an den echten Knoblauch, nur dass seine Saison sehr kurz ist. Etwa zwei bis drei Wochen im Jahr – je nach Witterung zwischen März und April – könnt ihr Bärlauch ernten, denn sobald er zu blühen beginnt, verliert er sein Aroma. Darum mein Tipp: Ab an die Einmachgläser und die Bärlauchsaison verlängern!

Bärlauch ist so herrlich vielseitig, denn es können nicht nur die Blätter als Basis für Suppen, Spätzli oder Pesto verwendet werden, auch die Knospen – kurz bevor der Bärlauch zu blühen beginnt – lassen sich zu äusserst schmackhaften Kapern einlegen. Diese kann man dann im nächsten Winter zum Raclette servieren oder gehackt mit Quark, Salz und Pfeffer als Dip zu Grilladen oder zum Fondue Chinoise. Und auch die Blüten kann man verwenden. Ich streue sie über meine Frühlingssalate, die eleganteste Knoblauchvariante überhaupt. Und hier verrate ich euch mein Bärlauchkapern-Rezept für die heimische Alternative zu seinem Pendant vom Mittelmeer:

Bärlauchknospen gründlich waschen, Stiele entfernen und in ein kleines sterilisiertes Schraubglas geben. Kräuteressig, Zucker und Pfefferkörner aufkochen, bei mittlerer Hitze zwei Minuten köcheln lassen, die Essigmischung über die Bärlauchknospen giessen und das Glas sofort zuschrauben. Auskühlen lassen, anschliessend in den Kühlschrank stellen und ein bis zwei Wochen ziehen lassen.

Los geht’s, ran an die Einmachgläser und viel Spass beim Ausprobieren!

Euer René

ACHTUNG: Optisch ähnelt der Bärlauch dem giftigen Maiglöckchen, daher also Vorsicht!

René Schudel

Koch, Gastronom

Der Wirbelwind aus dem Berner Oberland bringt überall Leben, Lebensfreude und Lifestyle ins zeitgemässe Kochen, Essen und Geniessen.

Geboren 1976 in Wilderswil, absolvierte René seine Kochlehre im Victoria-Jungfrau Grand Hotel & Spa in Interlaken. Er kochte an diversen Herden in der Schweiz, heute trifft man ihn im Restaurant Stadthaus in Unterseen oder im «mostly vegetarian» Restaurant Green im Hafen Botafoch auf Ibiza.

In seiner aktuellen Serie Schudel’s Food Stories (auf ProSieben Schweiz und SAT.1) geht es im Grunde genommen nur um das eine: gutes Essen!

reneschudel.ch